Wissen aus dem Internet

26.12.13, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

lps/Cb. Die Internet-Gläubigkeit nimmt bisweilen religiöse Ausmaße an. „Im Internet findet man alles!“ Sicher nicht. Jedenfalls ist das Internet für die wissenschaftliche Arbeit, zum Beispiel zur Erstellung von Seminararbeiten, von Hausarbeiten im Rahmen der wissenschaftlichen Prüfungen, für Diplomarbeiten und selbst für schulische Hausarbeiten nur bedingt nutzbar. Schließlich benötigt auch der Korrektor oder Zweitkorrektor nur einen Mausklick um festzustellen, von welcher Internetseite der oder die Examenskandidat/in abgeschrieben hat. In jedem Fall ist das Netz mit seinen unzähligen Quellen und Suchmaschinentreffern unübersichtlicher als die größte Universitätsbibliothek. Es gilt, eine möglichst ganzheitliche Arbeitserleichterung zu finden. Für grundlegende Infos taugt das Internet ziemlich viel. Nicht zuletzt wegen der schon unsäglichen Plagiatskampagnen und der bisweilen unprofessionellen Urheberrechtsdiskussion stellen aber seriöse Wissenschaftler ihre Werke kaum noch ins Netz. Was also taugt zur Verwertung überhaupt noch? Literaturlisten aus dem Netz können hilfreich sein. Viele Texte kann man auch anlesen, um dann zu entscheiden, ob man das Werk doch aus der Bibliothek braucht. Es gibt ein großes Textangebot im Netz, aber was ist davon brauchbar? International anerkannte Wissenschaftler achten darauf, wo sie veröffentlichen. Das sind in der Regel Fachzeitschriften und Bücher, die nicht ins Netz gestellt werden. Vor der wissenschaftlichen Verwendung von Texten aus dem Dunstkreis von Wikipedia und von Wikipedia selbst sei ausdrücklich gewarnt. Prüfer kennen die dortigen Formulierungen und haben gegen die oft von Nichtfachleuten beigebrachten Texte allerlei einzuwenden

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